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Kreisgruppe Höxter

Rund um Schloss Corvey der Natur auf der Spur

15. Juli 2019 | BUND, Bäume, Flüsse & Gewässer, Lebensräume, Naturschutz, Schmetterlinge, Wildbienen

Ferien(s)pass-Kinder erforschen mit dem BUND die Artenvielfalt in der Weseraue.

Rund um Schloss Corvey der Natur auf der Spur  (H.-D. Mitzka / BUND)

Im Rahmen des Kinderferienprogramms Ferien(s)pass Höxter/Boffzen waren wir gestern wieder "Rund um Schloss Corvey der Natur auf der Spur". Treffpunkt war auf der Domäne in Corvey, wo es auch einen kleinen, improvisierten Infostand mit BUND-Materialien zum Mitnehmen gab. Nach einer kurzen Begrüßung ging es unter der Leitung der Schmetterlingsexpertin der Kreisgruppe Höxter, Dr. Beate Storkebaum und dem Umweltbildner des BUND, dem Diplom-Landschaftsökologen Hanns-Dieter Mitzka gleich los.

Auch die ersten Kescher wurden sofort verteilt. Becherlupen, Drosophilagläser (Drosos), Siebe, Wasserkescher und allerlei unterschiedliche Behälter zum kurfristigen Aufbewahren von Tieren waren in zwei Bollerwagen verstaut. Zunächst ging es quer über den Domänenhof, wo uns schon die ersten Tiere wie Rauch- und Mehlschwalben, Rabenkrähen oder Haustauben begegneten.

Nun ging es zu unserer ersten Station, einem kleinen Wasserlauf an der Schlossmauer, der von der Schelpe gespeist wird. Hier fanden wir im Gewässer verschiedene Wassertiere, z.B. Käfer-, Fliegen- und Libellenlarven, Bachflohkrebse, Wasserschnecken, Wasserskorpione, Teich- und Wasserläufer. Danach ging es einen vom Schlossgraben und Hecken gesäumten, geschotterten Wirtschaftsweg entlang - in Richtung Dreizehnlinden-Kreuz, wo etwa zur Halbzeit eine Rast geplant war. Unterwegs entdeckten wir am wildblumenreichen Wegrand allerlei unterschiedliche Tiere, z.B. Insekten wie Schmetterlinge, Heuschrecken und deren Larven, Libellen, Käfer, Wanzen, Honig- und Wildbienen sowie verschiedene Spinnenarten u.v.a.m.

Nach der Rast ging es durch die angrenzende Platanenallee in Richtung Eisenbahnbrücke weiter, am Dampferanleger vorbei, wo gerade eine kleine Gruppe auf die Ankunft des nächsten Schiffes der „Weißen Flotte“ wartete und sich im Vorbeigehen, neugierig geworden, nach unserem Tun erkundigte. Weiter ging es dem Weser-Radweg R 99 bzw. Europaradweg R 1 folgend, unter der Eisenbahnbrücke hindurch, die Höxter mit der auf der anderen Weserseite liegenden Stadt Holzminden verbindet - der Radweg wird hier von über 200 Jahre alten Eichen, die einst noch von den damals im Kloster Corvey lebenden Mönchen gepflanzt wurden, gesäumt - in Richtung unserer nächsten Station, einer Kiesbank an der Weser, die früher von der ortsansässigen Bevölkerung als Badestelle genutzt wurde; zu Zeiten als es noch kein Freibad in Höxter gab. Dorthin konnten wir diesmal allerdings nicht, da der Bereich gerade für eine Mutterkuhherde abgezäunt worden war und uns den Zugang versperrte. Da an diesem Tag kein Badewetter herrschte, war dies auch nicht weiter schlimm.

Nun ging es in Richtung Corveyer Hafen. Dort stellten wir fest, dass die Ufer der Weser steil und mit Wasserbausteinen gesichert sind, so dass wir die Erfahrung machten, dass hier wenig lebt. Wir sahen ein paar Stockenten auf der Weser schwimmen, auf der anderen Seite der Hafeneinfahrt graste eine Schafherde. Danach verließen wir den Weser-Radweg und folgtem einem kleinen, von verschiedenen Wildpflanzen gesäumten Fußweg, der an der Außenstelle des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA Hann. Münden) vorbeiführt. Hier lernten wir viele weitere Arten kennen, kamen am idyllischen Cafè Stellwerk vorbei, überquerten den beschrankten Übergang der Bahnlinie Altenbeken/Kreiensen und waren pünktlich wieder am Ausgangspunkt, der Domäne von Schloss Corvey.

Einige Eindrücke von unserer Entdeckungstour

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