Gartenschläfer

Ein Schutzkonzept für den Gartenschläfer

Im Rahmen des Projekts „Gartenschläfer in Deutschland“ soll in den nächsten sechs Jahren die Ökologie und Verbreitung des kleinen Bilches erforscht werden. In Nordrhein-Westfalen ist über das Vorkommen wenig bekannt. Im Köln-Bonner-Raum gibt es regelmäßige Nachweise. Meldungen aus anderen Regionen sind schon mindestens zehn Jahre alt und somit ist ein Vorkommen dort sehr ungewiss.

Gartenschläfer Gartenschläfer  (Jiri Bohdal)

In den letzten Jahrzehnten sind die Bestände des Gartenschläfers (Eliomys quercinus) europaweit stark zurückgegangen, auch in Deutschland. Bundesweit gilt die Art in einem bisher unbekanntem Ausmaß als gefährdet. Erkenntnisse über die Ursachen gibt es kaum.

In Deutschland kommen Gartenschläfer in zwei ökologisch sehr unterschiedlichen Gebieten vor: Im westlichen Tiefland, oft in Siedlungsnähe, mit stellenweise hohen Dichten und im Mittelgebirge in der Mitte und im Osten Deutschlands, mit lückenhafter Verbreitung und drastischen Arealverlusten. Deutschland hat für die Erhaltung dieser Art eine besondere Verantwortung, da ein großer Teil des Weltbestandes hier lebt. 

Das länderübergreifende Projekt "Gartenschläfer in Deutschland" zielt darauf ab, die Ursachen des Bestandsrückgangs zu erforschen und Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, um die Bestände im deutschen Verbreitungsgebiet zu sichern. Durch Nahrungsanalysen, Anwendung von Telemetrie und Untersuchungen von Winterschlafquartieren und Totfunden werden Biologie, Habitatansprüche und Krankheiten näher untersucht.

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Flyer: Spurensuche Gartenschläfer Spurensuche Gartenschläfer  (BUND)