Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

Kreisgruppe Höxter

Aus für Pumpspeicherkraftwerk an der Nethe

31. Juli 2018 | BUND, Energiewende, Flüsse & Gewässer, Lebensräume, Ressourcen & Technik

Stadtwerke-Verbund Trianel beendet Planung aus energiewirtschaftlichen Gründen.

Pumpspeicherkraftwerk Nethe  (Fotomontage: Trianel GmbH)

Die Stadtwerke-Kooperation Trianel hat gestern mitgeteilt, die Planungen für ein Pumpspeicherkaftwerk an der Nethe zwischen Ottbergen und Godelheim zu beenden. Trianel habe sich mit den Projektpartnern Beverungen und Höxter nach gründlicher Abwägung und Überprüfung aller Optionen dazu entschieden. Der Entschluss liegt schon einige Monate zurück. Eine entsprechende Projektpartnerversammlung habe bereits im April 2018 stattgefunden.

Trianel begründete seine Entscheidung damit, dass die energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen für große Pumpspeicherkraftwerke mittel- bis langfristig keine Realisierungsperspektiven erkennen lassen. Die Stadtwerke-Kooperation will sich nun stärker auf den Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Chancen der Digitalisierung konzentrieren.

Im Planverfahren hatten die Naturschutzverbände erhebliche Defizite ausgemacht. Das geplante Pumpspeicherkraftwerk wäre mit massiven, nicht ausgleichbaren Eingriffen in Natur und Landschaft verbunden gewesen. Die langjährige Bauzeit von ca. fünf Jahren hätte zudem zu erheblichen baubedingten Störungen geführt. Trotzdem befürworteten die Verbände die Planung, wenn im weiteren Verlauf des Verfahrens wesentliche Verbesserungen umgesetzt würden. Dies aber nur, wenn und soweit die Energiewende hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung der Volkswirtschaft im Vordergrund stehe und durch Energieeffizienzmaßnahmen und Einsparung der Energieverbrauch deutlich gesenkt würde. Weitere Voraussetzung war, dass die Eingriffe, soweit technisch möglich, minimiert und unvermeidbare Eingriffe in vollem Umfang kompensiert werden.  

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb