Sommerblumen in einem naturnahen Garten

Naturgarten anlegen: So geht´s

Ein naturnaher Garten schafft Lebensraum für Pflanzen, Insekten, Vögel und andere Tiere. Die bunte Vielfalt ist auch für uns Menschen wunderschön. Wir erläutern, wie Sie Schritt für Schritt einen Naturgarten anlegen.

Was ist ein Naturgarten?

Sommerblumen in einem naturnahen Garten  (BUND)

Ein Naturgarten ist ein nach ökologischen Kriterien gestalteter und bewirtschafteter Garten, der natürliche Prozesse gezielt nutzt. Das Ziel ist ein stabiles, weitgehend selbstregulierendes System, das ohne den Einsatz synthetischer Pestizide auskommt. 

Das sind die Kernprinzipien des Naturgartens:

  • Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide, Torf und Mineraldünger
  • Vielfalt in Pflanzen und Strukturen
  • Akzeptanz von Dynamik und Kreisläufen
  • Der Naturgarten ist ein Ort für Mensch, Tier und Pflanzen

Wie gestalte ich einen naturnahen Garten? Drei wichtige Säulen

Um Ihren Garten in ein vitales Ökosystem zu verwandeln, sind die folgenden drei Säulen essenziell:

Säule 1: Heimische Wildpflanzen statt Exoten

Pflanzen haben sich über Jahrmillionen perfekt an ihre Umwelt und die lokale Tierwelt angepasst. Wer den Standort im Garten analysiert und Arten passend zum Boden und Licht auswählt, schafft die entscheidende Basis für gesundes Wachstum. 

Wildstauden und heimische Gehölze sind die Basis, denn sie bieten spezialisierten Insekten wie Wildbienen die passende Nahrung und sind zudem gute Nistplätze für Vögel. Einheimische Wildpflanzen besitzen darüber hinaus eine starke, natürliche Abwehr gegen äußere Einflüsse und brauchen weniger Pflege.

Säule 2: Vielfalt der Lebensräume und Strukturen

Insekten, Vögel und kleine Säugetiere benötigen weitmehr als nur Futtersplanzen. Ein Naturgarten lebt von der Vielfalt der angebotenen Strukturen und Lebensräume. Kombinieren Sie verschiedene Elemente:

  • Eine farbenfrohe Blumenwiesen statt Einheitsrasen
  • Dichte Gehölze und Hecken als Sichtschutz und Nistplatz
  • Totholzhaufen und Trockenmauern als wertvolle Winterquartiere
  • Kleine Teiche oder Wasserstellen als Tränke und Lebensraum

Säule 3: Gärtnern im Kreislauf der Natur

Ein stabiles biologisches Gleichgewicht macht synthetische Dünger und Pestizide überflüssig. Ökologisches Gärtnern bedeutet, natürliche Kreisläufe konsequent zu nutzen und zu schließen. Denn wenn Pflanzen optimal gedeihen, schützen sie sich selbst am effektivsten vor Schädlingen und Krankheiten.

  • Verzicht auf Torf: zum Schutz wertvoller Moore
  • Nutzung von Regenwasser: schont die Ressource Trinkwasser
  • Kompostierung verwandelt Gartenabfälle in fruchtbaren Boden und schließt den Nährstoffkreislauf
  • Wahl von robusten, resistenten, samenfesten Kultursorten aus Eigenvermehrung oder aus Bio-Produktion

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Broschüre: Naturnahes Gärtnern

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