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Kreisgruppe Höxter

Glyphosat auf kommunalen Ackerflächen - kein Ende in Sicht

20. September 2019 | BUND, Chemie, Landwirtschaft, Umweltgifte

Bad Driburger Umweltausschuss lehnt Anregungen der BUND-Kreisgruppe Höxter ab.

Insekten schützen! - Pestizide stoppen!  (BUND)

„Chance vertan“, so bewertet der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) die Ablehnung des städtischen Umweltausschusses (Sitzung vom 19.09.2019), auf den im Eigentum der Stadt Bad Driburg befindlichen Ackerflächen verbindlich Glyphosat auszuschließen und insgesamt den Pestizideinsatz zu reduzieren, Blühstreifen als Lebensraum für Insekten anzulegen und in breiten Fruchtfolgen zu wirtschaften. Dieses hatte die Kreisgruppe des BUND zuvor in einer förmlichen Anregung an den Rat eingebracht, über die jetzt beraten wurde. „Wir sehen die Stadt Bad Driburg in der Pflicht, auf ihren eigenen Flächen vorbildlich voranzugehen und im eigenen Verantwortungsbereich alles zu tun, dem anhaltenden Artensterben entgegenzuwirken“, so Irene Büttner, Vorstandsmitglied der BUND-Kreisgruppe Höxter. „Dass der Ausschuss mehrheitlich die Anregungen in allen Punkten vollständig ablehnt zeigt, welch dicke Bretter in dieser Stadt zu bohren sind.“ Die Verwaltung selber hatte in ihrer Vorlage den Ausschluss von Glyphosat als ökologisch wünschenswert bezeichnet und darin einen positiven Effekt gesehen.

„Bad Driburg erweist sich in dieser Frage als eine der rückwärtsgewandtesten Kommunen in NRW“, so Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW. Der BUND-Landesverband und seine örtlichen Gruppen sind landesweit mit einer Vielzahl von Kommunen darüber im Austausch, wie diese die Bewirtschaftung ihrer eigenen, in der Regel an Landwirte verpachteten Flächen künftig umweltgerechter gestalten können. Dass man dabei „mit gutem Willen“ zu konkreten Verbesserungen kommen kann, zeigten etliche Städte in NRW. So haben u.a. Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Greven, Herford, Essen, Bottrop, Erkrath, Neuss, Meerbusch, Wesel und Oberhausen inzwischen Beschlüsse zu Glyphosatausstieg, Blühstreifen oder anderen Maßnahmen auf den eigenen Flächen gefasst.

Für Rückfragen:

Irene Büttner, Vorstandsmitglied der BUND-Kreisgruppe Höxter, Tel: 05276 / 683,

Ralf Bilke, Agrarreferent des BUND NRW, Tel.: 0211 / 302005-20, 0163 / 5456310.

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