Kreisgruppe Höxter

Ein Quartier für Hummeln im Garten

22. April 2021 | BUND, Lebensräume, Naturschutz, Wildbienen

BUND-Tipp: Nisthilfe für Hummeln selber bauen und in den eigenen Garten locken.

Hummelquartier für den Garten  (BUND Lemgo)

Neben der domestizierten Honigbiene leben in Deutschland mehr als 560 Wildbienen-Arten. Auch Hummeln gehören dazu. Anders als Honigbienen leben Hummeln nicht das ganze Jahr in einem Staat. Im Frühling gründen überwinterte Hummel-Königinnen ein neues Volk und die ersten Arbeiterinnen werden alleine von der Königin aufgezogen. Im Verlauf des Jahres wachsen die Hummelvölker je nach Art, Witterung und Nahrungsangebot auf bis zu 400 Individuen an. Das Volk geht im Herbst zu Grunde und nur neue, von Drohnen begattete Königinnen überwintern.

Hummeln besiedeln Höhlen von Mäusen und Maulwurf oder finden unter Stein- und Holzhaufen ein Quartier. Da diese aber oft Mangelware sind bieten sich künstliche Nisthilfen an. Auch im Kleingarten kann man für Hummeln ohne großen Aufwand ein Quartier anbieten. Eine alte Gehwegplatte in der Größe von 50 cm x 30 cm wurde genutzt um ein Hummelquartier zu erstellen. Das Erdloch hat eine Tiefe von ca. 40 cm. Als Seitenunterlage dienten Kanthölzer in entsprechender Größe. In ein altes Brett wurde eine Öffnung für eine ca. 6 cm lange Tonröhre gebohrt (3 bis 4 cm Innendurchmesser). Das Vorderbrett wurde mit Schrauben an die Kanthölzer angeschraubt. In das Erdloch wird etwas Moos eingebracht (alternativ auch Holzwolle), die Steinplatte aufgelegt und mit Erdreich zugedeckt.

Durch eine Bepflanzung mit Frühblühern, wie z.B. Lerchensporn oder Taubnesseln werden Hummel-Königinnen angelockt. Alternativ zu einer Steinplatte kann auch ein Holzbrett verwandt werden, leicht mit etwas Erde abdecken und mit einer Dachpappe gegen Feuchtigkeit absichern und abschließend eine größere Erdschicht auftragen.

Weitere Informationen unter www.bund-lemgo.de/wildbienen_schuetzen.

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