Agroforstsysteme - ein Beitrag zur Sturzflutprävention

21. Februar 2026 | BUND, Klimawandel, Landwirtschaft, Nachhaltigkeit, Wirtschaft

Einladung zum kostenlosen Vortrag am 18. März 2026 um 18:30 Uhr in Höxter.

Beispiele für Agroforstsysteme Beispiele für Agroforstsysteme  (BUND Höxter)

Die Kreisgruppe Höxter des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) lädt am 18.03.2026, um 18:30 Uhr im Hotel Stadt Höxter, Uferstraße 4 in Höxter zu einem öffentlichen Vortrag von Christoph A. Meixner, Gruppe „TRIEBWERK“ aus Eschwege, zum Thema „Agroforst - eine Symbiose mit Zukunft“ ein.

In Zeiten des Klimawandels und steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit gewinnt die Agroforstwirtschaft zunehmend an Bedeutung. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Wie können Gehölze und Ackerkulturen oder Grünland so kombiniert werden, dass beide davon profitieren? Und welche Chancen bietet Agroforst für Landwirt*innen, die Umwelt und den Naturschutz? Die Landwirtschaft sucht nach Wegen, trotz Klimawandel und Bodendegradation Produktivität mit Ökologie zu vereinen. Die Agroforstwirtschaft bietet hierfür eine zukunftsweisende Lösung mit verschiedenen Formen, die im Vortrag vorgestellt werden. Sie ist eine traditionelle, aber modernisierte Bewirtschaftungsform, die Gehölze (Bäume, Streuobstwiesen oder Sträucher) gezielt mit Ackerkulturen oder Tierhaltung auf der derselben Fläche kombiniert. Damit weist sie eine höhere Vielfalt als konventionelle Methoden auf.

Das Kernprinzip ist die Nutzung von Synergien. Bäume und Feldfrüchte nutzen Licht, Wasser und Nährstoffe unterschiedlich und zu unterschiedlichen Zeiten. Bäume bringen als Tiefwurzler Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten an die Oberfläche, während die Anbaukulturen die oberen Schichten nutzen. Zudem fungieren Bäume als Windbrecher, reduzieren die Verdunstung, sorgen für Beschattung gegen Hitzestress und verbessern das Mikroklima auf dem Acker. Angesichts von Dürren, Hitze und Starkregen sichern Agroforstsysteme die Erträge. Während Monokulturen unter Extremwetterereignissen leiden, erhöhen Agroforstflächen die Widerstandsfähigkeit der gesamten Landwirtschaft.

Ein zentraler Aspekt ist die Sturzflutprävention durch Agroforstsysteme. Bei Starkregen wirken Grünstreifen mit Baumreihen wie Barrieren, die das Oberflächenwasser abbremsen. Die Wurzeln lockern den Boden auf, was die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens erheblich steigert. Dadurch wird verhindert, dass fruchtbarer Boden bei Starkregen weggeschwemmt wird und Schlamm in die Ortschaften oder auf Landstraßen gelangt. Auch Mulden- und Grabensysteme sorgen durch dezentralen Wasserrückhalt für die Prävention von Bodenerosion.

Als Umwelt- und Agrarwissenschaftler engagiert sich der Referent Christoph Meixner seit vielen Jahren in der Agroforstwirtschaft. Mit dem Unternehmen TRIEBWERK plant er Agroforstsysteme und setzt diese im gesamten deutschsprachigen Raum um.

Im Anschluss findet die Jahresmitgliederversammlung der BUND-Kreisgruppe Höxter statt.

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