Kreisgruppe Höxter

Atommüll-Bereitstellungslager in Würgassen geplant

06. März 2020 | BUND, Atomkraft

Der BUND fordert von den Plänen Abstand zu nehmen sowie ein neues Suchverfahren.

Ehemaliges Kernkraftwerk Würgassen in Beverungen im Kreis Höxter  (Presse03 / wikimedia.commons / CC BY-SA 3.0)

Anlässlich der Bekanntgabe des geplanten Standortes für ein Atommüll-Bereitstellungslager Schacht Konrad in Würgassen erklärt Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND): „Das geplante Atommülllager Schacht Konrad entspricht nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik und würde heute nicht mehr genehmigt werden. Die Integrität des Schachts in Niedersachsen ist durch den jahrzehntelangen Bergbau nicht gesichert. Nicht ohne Grund verschiebt sich die Inbetriebnahme immer weiter nach hinten, selbst der aktuelle Termin 2027 ist fraglich. Der BUND fordert daher seit langem die Beendigung des völlig veralteten Atommüll-Projekts.

Die Planungen für ein Bereitstellungslager (Logistikzentrum Konrad), die wieder einmal nicht transparent waren und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit stattgefunden haben, zementieren den Irrweg jedoch weiter. Schon die Wahl des Standorts im mehr als hundert Kilometer entfernten nordrhein-westfälischen Würgassen (Stadt Beverungen) zeigt, dass es der falsche Weg ist: Er wurde so weit vom Schacht Konrad entfernt angesiedelt, um das Planfeststellungsverfahren nicht wieder öffnen zu müssen. Das würde nämlich ein Aus des Projekts Schacht Konrad bedeuten, was die zuständigen Behörden und das Bundesumweltministerium vermeiden wolle­n ­­- ein Eingeständnis politischer Fehlplanung.

Ein zusätzliches Lager macht zudem mehr Atomtransporte erforderlich und erhöhte damit die Gefahr für die Bevölkerung. Der BUND fordert daher von den Plänen Abstand zu nehmen und stattdessen ein neues Suchverfahren für ein Atommüll-Lager für den schwach- und mittel-radioaktiven Atommüll aufzusetzen.“

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